Architektur

Die Kirche als Haus ist kein Ort, an dem wir Gott festmachen können, sondern ein Raum, in dem wir erfahren dürfen, dass Gott unser Verbündeter ist.

Der Kirchenraum

Der Hauptraum der Kirche ist bewusst schlicht gehalten. Aber gerade in dieser Einfachheit ist er voller Würde. In der Mitte steht - leicht erhöht - der Altar. Um ihn herum schließen sich von drei Seiten die Bänke. Der Priester, der Gemeinde zugewandt, schließt den Kreis und veranschaulicht so die Versammlung der Gemeinde um den Tisch des Herrn.

Der Grundriss der Kirche St. Laurentius setzt sich aus Viereck und Halbkreis zusammen. Aber anders als in früheren Epochen strebt die räumliche Bewegung nicht auf die Apsis hin. Stattdessen ist der Versammlungsraum quer zum Halbrund gelagert - ein Ausdruck der Erwartung, wie ausgebreitete Arme. Das Halbrund der Apsis öffnet sich in den Raum der versammelten Gemeinde hinein. Auch die Form der Altarinsel und der zur Gemeinde hin offene Kranz von Lichtern unterstützen diese Bewegung.

Räumlich soll spürbar werden, was im Glauben zu sehen ist: Gott kommt zu denen, die in seinem Namen versammelt sind.

Die Kirchenglocken

Die Glocken von St. Laurentius rufen uns aus dem Alltag immer wieder zur gottesdienstlichen Feier unseres Glaubens. Mehr als 50 Jahre nach Beginn des Zweiten Vatikanischen Konzils läuten sie auch als „Ansporn zu Aufbruch und mutiger Selbstreform.“ (Johann Baptist Metz)

 

Weitere Informationen:
Gießerei Erding, 1956
Stimmung auf e-g-a (Anfang des Hymnus „Te Deum laudamus“)

  • Große Glocke: 920 kg
    Inschrift: „Maria, Königin des Friedens“
    „Hl. Bernhard, Rufer in der Zeit“ (Rückseite)
  • Mittlere Glocke: 550 kg
    Inschrift: „Hl. Benno, Patron unserer Stadt“
  • Kleine Glocke: 380 kg
    Inschrift: „Hl. Philipp, Werkzeug des Hl. Geistes“